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Kann ein Treppensturz im Homeoffice ein Arbeitsunfall sein?

Wann liegt ein Arbeitsunfall im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung vor?
Dies ist mitunter eine nicht immer einfach zu beantwortende Frage. In der Öffentlichkeit wird häufig über die Entscheidungen berichtet, die sich mit Fällen befassen, bei denen sich der versicherte Arbeitnehmer auf dem Weg zur oder zurück von der Arbeitsstelle befunden hat. In der Praxis werden jedoch auch Fälle, bei denen es um das sogenannte Homeoffice geht, immer relevanter. Denn gerade bei diesen Homeoffice-Fällen stellt sich die Frage, wann eine versicherte oder wann eine nicht versicherte (private) Tätigkeit vorlag, immer häufiger. Im November 2018 hatte das Bundessozialgericht erneut die Möglichkeit klarzustellen, wann es sich um einen Arbeitsunfall handelt, wenn sich dieser „im Homeoffice“ ereignete (BSG, Urteil vom 27. November 2018, Az: B 2 U 28/17R).

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Besteht kein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt bei Realschule – Lehre – Studium – Konstellationen?

Die Frage, ob die Eltern einem Kind nur eine Lehre, ein Studium oder gar mehrere Ausbildungen finanzieren müssen, befasst die Familiengerichte immer wieder. Es gibt hierzu zwar bereits einiges an Rechtsprechung vom Bundesgerichtshof. Im November 2018 hatte das Oberlandesgericht Stuttgart jedoch die Chance, einen sogenannten „Realschule-Lehre-Studium“ Fall zu behandeln, für den in dieser Form vom Bundesgerichtshof bisher noch keine klaren Vorgaben gemacht wurden (OLG Stuttgart, Beschluss vom 22. November 2018, AZ: 11 UF 159/18).

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Der vermeintlich erlaubte Arbeitszeitbetrug

Diskussionen über rechtliche Themen werden häufig sehr emotional geführt, denn jeder von uns glaubt über ein „gesundes Rechtsempfinden“ zu verfügen. Wenn man dann mit einer rechtlichen Beurteilung konfrontiert wird, die von der eigenen stark abweicht, sind intensive Diskussionen oder gar Zerwürfnisse vorgezeichnet. Auch im Arbeitsrecht kommt es ganz häufig zu Unterschieden zwischen dem gefühlten und dem tatsächlichen Recht. Wenn man dann dem Rechtsempfinden folgt, ohne vorher Auskünfte über die tatsächliche Rechtslage einzuholen, kann dies zu ungewollten Konsequenzen, aus der Sicht des Arbeitnehmers im schlechtesten Fall zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen. Genau mit einem solchen Fall durfte sich das Bundesarbeitsgericht im Dezember 2018 auseinandersetzen (Urteil vom 13.12.2018, Az: 2 AZR 370/18).

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